Phasenverschiebung berechnen Phasenschieber Phasendreher Phasenwinkel Laufzeitdifferenz Frequenz Berechnung
 
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Phasenwinkel-Berechnung: Phasendifferenz, Phasenverschiebung
aus der Laufzeitdifferenz (Delay) und der Frequenz
Phasendifferenz = Phasenunterschied
 
Delay = Laufzeit = Verzögerung Δ t
Zusammenhang von Phase, Phasenwinkel, Frequenz und Laufzeit (Delay).
Grenzfrequenz = Eckfrequenz = Übergangsfrequenz

Das Wort Phase ist eindeutig nur für Sinuswellen oder Sinussignale definiert, jedoch
nicht für Musiksignale.
Alle Equalizer verschieben die Phase mit der Frequenz.
Besondere Tricks: z. B. 90°-Filter mit zwei Allpässen.
Phasen sind eigentlich immer Phasendifferenzen.

Verpolung (Polaritätswechsel) ist nicht Phasenverschiebung auf der Zeitachse t.

Bei einer Phasenverschiebung des Phasenwinkels in Grad ist immer anzugeben zwischen
welchen
Sinussignalen diese sein soll. So kann es beispielsweise eine Phasenverschiebung
zwischen den Stereosignalen L und R geben, zwischen einem Eingangs- und Ausgangssignal,
zwischen der Spannung und dem Strom oder zwischen dem Schalldruck p und der
Luftteilchenschnelle v.

Sinusoidal Wave
Eine komplette Schwingung der Welle ist verbunden mit der Winkelgeschwindigkeit im
Bogenmaß von 2
π.                       omega

Die Phase ist der Winkel eines Signalteils, sie wird in Winkelgrad angegeben und stellt den
Bezug zu dem Referenzwert des kompletten Signals dar. Bei periodischen Signalen beträgt
der gesamte Phasenwinkel einer Periode 360 Grad und entspricht der Periodendauer.
Ist beispielsweise die Verzögerung Δ t = 1 ms und der Phasenwinkel φ = 1 Grad, so ist die
Frequenz f = 2,77 Hz oder bei der Verzögerung von Δ t = 1 ms und einer Frequenz von
f = 1 kHz ist die Laufzeitverzögerung Δ t = 2,777 µs.

Was hat denn Laufzeit mit Phase zu tun?

Frequenz f    Hz
 Laufzeit, Verzögerung, Time Delay Δ t   ms
   
                                                
   
Phasendifferenz φ (Phi)  ° (Grad)  
Winkel φ (phi) im Bogenmaß   rad
c = 343 m/s bei 20°C          Wellenlänge λ   m
Der Zusamenhang zwischen dem Phasenwinkel φ° im Gradmaß (deg), der
Verzögerung Δ t und der Frequenz f ist:

Phasenwinkel (deg)   Phase-Laufzeit

Zeitverschiebung oder Laufzeitdifferenz   Laufzeit-Phase

Frequenz   Frequenz-Phase

λ = c / f  und  c = 343 m/s bei 20°C.

Der Zusammenhang zwischen dem Phasenwinkel φBogen
im Bogenmaß (rad), der Verzögerung Δ t und der Frequenz f ist:

Phasenwinkel (rad)   Bogen-Laufzeit

Zeitverschiebung oder Laufzeitdifferenz   Laufzeit-Bogenwinkel

Frequenz   Frequenz-Bogenwinkel

Laufzeit = Umweg / Schallgeschwindigkeit

Die Laufzeit des Schalls pro Meter

Die Wirkung der Temperatur auf die Laufzeit Δ t
Die Abhängigkeit der Schallgeschwindigkeit allein von der Temperatur der Luft

Temperatur
der Luft °C
Schallgeschwindigkeit
c in m/s
Zeit pro 1 m
Δ t in ms/m
−25 316,0 3,165
−20 319,1 3,134
−15 322,3 3,103
−10 325,4 3,073
 −5 328,5 3,044
   0 331,5 3,017
   5 334,5 2,990
10 337,5 2,963
15 340,5 2,937
20 343,4 2,912
25 346,3 2,888
30 349,2 2,864
35 352,1 2,840

Tontechniker nehmen meistens die Faustformel:
Für 1 m Wegstrecke braucht der Schall rund 3 ms.

Für ein festes Delay von Δ t = 0,5 ms ergibt sich z. B.
folgende frequenzabhängige Phasenverschiebung φ°:

Phasendifferenz
φ° (deg)
Phasendifferenz
φBogen (rad)
Frequenz
f
Wellenlänge
λ = c / f
360°   2 π = 6,283185307 2000 Hz 0,171 m 
180°      π = 3,141592654 1000 Hz 0,343 m
   90° π / 2 = 1,570796327   500 Hz 0,686 m
   45° π / 4 = 0,785398163   250 Hz 1,372 m
      22,5° π / 8 = 0,392699081   125 Hz 2,744 m
        11,25° π /16= 0,196349540   62,5 Hz  5,488 m

Umrechnung: Bogenmaß (rad) in Winkelgrad (deg) und zurück

Phasenlaufzeit: φ° = 360 · f · Δ t       Bei Laufzeitstereofonie ist Δ t = a · sin α / c

Phasenwinkel (deg) φ = Verzögerung (Delay) Δ t · Frequenz f · 360
Setzt man die Laufzeitdifferenz Δ t = Wegstrecke a / Schallgeschwindigkeit c, dann ist die
Phasendifferenz φ° = Wegdifferenz a · Frequenz f · 360 / Schallgeschwindigkeit c

Bitte zwei Werte eingeben, der dritte Wert wird berechnet.

Phasenwinkel (deg) φ ° Magisches Dreieck Ohm
Verzögerung (Delay) Δ t ms
Frequenz f Hz

Siehe auch: Laufzeitdifferenz und Phasenverschiebung

Von Lord Rayleigh (John William Strutt, 3. Baron Rayleigh, auch Raleigh, 1907) wurde
die
Duplex-Theorie angegeben. Diese Theorie trägt zum Verstehen des Vorgangs
beim "natürlichen Hören" beim Menschen bei. Es ist die Erkenntnis, dass die interauralen
Laufzeitdifferenzen ITD bei Frequenzen unterhalb 800 Hz als
Phasendifferenzen
(Phasenverschiebung) IPD bei der Richtungslokalisation als Ohrsignale bedeutsam
sind, während bei Frequenzen oberhalb von 1600 Hz sich allein die interauralen
Pegeldifferenzen ILD auswirken. Die Phasendifferenz kann für einzelne Frequenzen
berechnet werden.
Zwischen den Ohren beträgt die maximale Verzögerung (Delay) 0,63 ms - als ITD bzw. Δ t.

Schaltplan: Phasenschieber für Phasenwinkel von φ = 0° bis 180°

Spannungsvektoren des Phasenschiebers

Phasenschieber-Schaltplan        Spannungsvektoren

Für R = 0 Ohm wird Ua = Ue. Der Ausgang darf nicht niederohmig belastet werden.

Hiermit kann man Einzelfrequenzen (Sinus) in der Phase verschieben.
Das geht jedoch niemals bei Musik mit dieser Schaltung.

Zwei Sinusspannungen, um φ = 45° phasenverschoben

Zwei Sinusspannungen

Bedingungen für verzerrungsfreie Übertragung
Aus Schoeps - Wuttke: "Mikrofonbuch Kap. 7"

Zwei Sinusspannungen

Während die Forderung nach konstantem Frequenzgang einleuchtet, ist der lineare
Phasengang eher erklärungsbedürftig.
Es gibt Toningenieure, die vom idealen Phasengang erwarten, dass er so konstant
verläuft wie der Amplitudenfrequenzgang. Das trifft nicht zu.
Zunächst muss die Phase bei 0° beginnen, denn der Grenzfall tiefster Frequenzen endet
bei 0 Hz, also bei Gleich-Verhältnissen. Einen Phasenwinkel zwischen beispielsweise
zwei Gleichspannungen gibt es nicht.
Im weiteren Verlauf ist ein beliebig großer Phasenwinkel bei gegebener Frequenz ohne
Bedeutung, sofern er nur doppelt so groß ist bei doppelter Frequenz und dreimal so groß
bei dreifacher Frequenz, usw.

Von David Moulton Laboratories

Delay line

Das elektronische Äquivalent eines Signalflusses und seine verzögere Kopie summiert
zu einem Signal. In diesem Falle betrachten wir die Verzögerung von 1 Millisekunde und
den beiden gleichgroßen Pegeln bei Original und verzögertem Signal, die in den Mixer
gehen bei einem Sinussignal von 1 kHz.

Delayed signal

Ein Sinuston von 1500 Hz (Periode T = 0,667 ms) und sein verzögertes Abbild,
bei 1 ms Verzögerung. Das sich daraus ergebende gemischte Signal wird ein
Signal ohne Amplitude sein, was eine vollständige Auslöschung des Signals
bedeutet.

Phase Shift

Die Phasenverschiebung für jede Frequenz mit einer Verzögerung von 1 Millisekunde.
Die Diagonale zeigt die zunehmende Phasenverschiebung als Funktion der Frequenz.
Wir sehen, dass die Phasenlage von 540° genau das Gleiche wie 180° ist.

Verpolung ist keine Phasenverschiebung von 180°

Ø (phi) = phase shift, phase shifting, phase difference, displacement of phase, phase lag,
phase angle = Phasenverschiebung. Dieses Wort wird aber recht häufig falsch benutzt für:
Polarity reversal = Pol-Rev, voltage reversal = Verpolung oder Polaritätswechsel, Polaritätsumkehr.

"Es war die Nachtigall, und nicht die Lerche". Aus: Romeo und Julia, 3. Akt, 5. Szene / Julia, William Shakespeare.
Es war der Verpolungsschalter ("Pol-Rev") und nicht der Phasenschalter ("Phase-shift")

It was the “POL-REV” button (polarity reversal) and not the "Phase" button

Verpolung und Phasenverschiebung sind verschiedene Begriffe
Verpolung ist das Vertausch ender Adern a/b in b/a
Phasenverschiebung im Gegensatz zu Verpolung
Laufzeitdifferenz und Phasenverschiebung

Polarität und Phase werden oft so benutzt, als ob sie das gleiche bedeuten. Das ist nicht der Fall.
Die "Phase Reverse Schalter" Ø ändert nichts an der Phase. Es kehrt die Polarität um,.

Verpolung ist keine Phasenverschiebung − Polarity reversal is no phase shift
Verpolung, Invertierung (PolRev = polarity reversal) ist ein Begriff, der oft mit Phase Ø
(phi) verwechselt wird, aber keine Phasenverschiebung oder zeitliche Verzögerung
(Delay) enthält. Verpolung tritt auf, wenn wir die "Vorzeichen" der Amplitudenwerte
eines Signals gegenüber einem anderen vertauschen. Im analogen Bereich kann
dieses durch Invertierung eines Verstärkers, durch einen Übertrager, oder bei einer
symmetrischen Leitung durch einfaches Vertauschen der Verbindungen von Pin 2
und 3 an einem Ende des Kabels geschehen. Im digitalen Bereich ist das einfach zu
verändern, indem man alle Minus und Plus im Audiodatenstrom invertiert.

Der typische Ø (phi)-Schalter ist schlicht ein Verpoler

Polarity reversal

 
 Merke: Zeit, Frequenz und Phase gehören dicht zusammen. 
 Die Höhe der Amplitude hat keinen Einfluss auf diese Parameter. 

 

Etwas anderes ist bei einem RC-Glied der 6 dB pro Oktave Gang,
der die Amplitude bei der Grenzfrequenz um 3 dB dämpft.
Die Phasenverschiebung ist an dieser Stelle 45°.

R-C Filter und Grenzfrequenz:
http://www.sengpielaudio.com/Rechner-RCglied.htm
Frequenzgang und Entzerrung EQ:
http://www.sengpielaudio.com/Rechner-zeitkonstante.htm
Phase und Amplitude:
Filter (RC-Glied) mit 6 dB pro Oktave unter der Lupe

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