Eingangswiderstand berechnen und Ausgangswiderstand messen Verstärker Lautsprecher Mikrofon Impedanz Ausgangsimpedanz Eingangsimpedanz Unterschied Vorwiderstand Lastwiderstand Außenwiderstand Lastwiderstand Abschlusswiderstand Test Widerstand - sengpielaudio
 
English version UK-flag - sengpielaudio D-flag - sengpielaudio
 
Messen von Eingangswiderstand und Ausgangswiderstand
Impedanz berechnen bei Verstärker, Lautsprecher und Mikrofon
Eingangsimpedanz, Ausgangsimpedanz und Nennimpedanz

Ein Widerstand ist der Gleichstromwiderstand, den man mit einem Ohmmeter messen kann.
Wenn ein Kondensator im Signalweg ist, misst man gar nichts. Bei einer Schwingspule eines
Lautsprechers kann man einen Gleichstromwiderstand messen. Mit einem Digitalmultimeter
DMM kann man einfache Widerstände messen, jedoch keine Eingangsimpedanzen und auch
keine Ausgangsimpedanzen. Die Kapazität und der Widerstand bilden als frequenzabhängiger,
komplexer Widerstand die sogenannte Impedanz oder den Scheinwiderstand Z.
Die Nennimpedanz ist in der Elektrotechnik und Elektroakustik (Audio) die frequenzabhängige
Impedanz am Eingang und/oder am Ausgang eines elektrischen Geräts, die im mittleren
Frequenzbereich bei der Frequenz 1 kHz in den technischen Daten im Datenblatt angegeben
wird. Im Techniker-Fachjargon wird überwiegend das Wort Widerstand für Impedanz verwendet,
im Gegensatz zu den englisch-sprachigen Ländern in denen nur von Impedanz gesprochen wird.
 
Messen und berechnen des Ausgangswiderstands

start

Leerlaufspannung = U1   Volt
Lastwiderstand = RL   Ohm 
Spannung unter Last = U2   Volt
        
 Ausgangswiderstand = Ri   Ohm

Bei Dezimal-Eingabe ist der Punkt zu verwenden.

Ausgangswiderstand   
weiter

Spannungsmessung an den Punkten bei A (Ausgang).
 
U1 = Leerlaufspannung (bei RL = ∞ Ω, also ohne RL, wenn Schalter S offen)
RL = Lastwiderstand (Widerstand R-Mess wird ausgemessen in Ω)
U2 = Spannung mit Lastwiderstand RL= Widerstand R-Mess
Ri = Der zu berechnende Ausgangswiderstand (die Ausgangsimpedanz)

 
 
Wenn die Spannung U2 der halbe Wert von U1 ist, dann ist der ge-
messene Widerstandswert RL gleich dem Ausgangswiderstand Ri.

 
 
Ri = Ausgangswiderstand = Innenwiderstand = Quellwiderstand

Die Ausgangsimpedanz eines Gerätes kann mit dieser einfachen
Technik bestimmt werden: Die Ausgangsspannung wird zunächst ohne
Belastung als Leerlauf-Spannung U1 (Schalter geöffnet, d. h. RL =
unendlich) gemessen und dann als U2 unter Belastung mit RL am Punkt
A gemessen (Schalter geschlossen). Der Wert des Lastwiderstands RL
wird mit einem Ohmmeter gemessen. Dann werden diese gefundenen
Werte U1, RL und U2 in den obigen Rechner eingegeben, um die
Ausgangsimpedanz zu berechnen. Der Last-Widerstandswert RLsollte
nicht zu klein sein, weil das den Ausgang zu stark belastet; er sollte auch
nicht zu groß sein, weil dadurch die Spannungsänderung zu gering ist
und zu Messfehlern führt. Für den Ausgangswiderstand eines normalen
Endverstärkers zum Betreiben eines Lautsprechers ist ein RL-
Widerstand
von etwa 10 Ohm günstig.
Für andere Line-Pegel ist ein RL-Widerstand um 1 Kilo-Ohm brauchbar.

Innenwiderstand eines Endverstärkers
"Messung des Ausgangsscheinwiderstand mittels Belastung": Angenommen es gibt einen 100 Watt-Verstärker. Dann ist die Ausgangsspannung bei der halben Leistung, also bei P = 50 Watt =
U2 / 8.      U = √(P · R) = √(50 · 8) = 20 Volt. (Man kann auch
10 V einstellen.)
Gib auf den Verstärkereingang eine Sinusspannung von 1 kHz, bis am Ausgang 20 Volt erscheinen.
Jetzt wendet man die "90%-Methode" an, d. h. man nimmt an den Ausgang einen Widerstand R, den man so einstellt, bis 90% der Leerlaufspannung erscheinen, also hier 18 Volt.
Der Innenwiderstand errechnet sich dann bei der 90%-Methode
zu: Ri = R / 9.
 
Die 90%-Methode
Ri = R / 9

 

An den Ausgang sollte ein Oszillographen gehängt werden, denn die Wellenform darf keine Verzerrungen zeigen.
Also wenn man R mit z. B. 1 Ohm einstellt und so ausmisst, dann ist
Ri = 0,11 Ohm.

Messen und berechnen des Eingangswiderstands

start

Generatorspannung = U1   Volt
 Vorwiderstand = RV   Ohm 
 Spannung mit RV = U2   Volt
       
 Eingangswiderstand = Ra   Ohm 

Bei Dezimal-Eingabe ist der Punkt zu verwenden.

Eingangswiderstand   
weiter

Spannungsmessung an den Punkten bei E (Eingang) bzw. A (Ausgang).        
 
U1 = Generatorspannung (bei RV = 0 Ω, also ohne Vorwiderstand)
RV = Vorwiderstand (Widerstand R-Mess wird ausgemessen in Ω)
U2 = Spannung mit Vorwiderstand RV = Widerstand R-Mess
Ra = Der zu berechnende Eingangswiderstand (die Eingangsimpedanz)

 
 
Wenn die Spannung U2 der halbe Wert von U1 ist, dann ist der ge-
messene Widerstandswert RV gleich dem Eingangswiderstand Ra.

 
 
Ra = Eingangswiderstand = Außenwiderstand = Lastwiderstand = Abschlusswiderstand

Der Eingangs- und Ausgangswiderstand (Impedanz) eines Vierpols
kann durch Messung der Wechselstromstärke in Ampere und der
Wechselspannung in Volt bestimmt werden. Die Messung des
Eingangswiderstands geschieht üblicherweise wie folgt: Die Spannung
wird über die Eingangsklemmen E gemessen. Dann wird die
Stromstärke im Stromkreis gemessen, indem das Gerät in Serie mit
dem Signalgenerator liegt. R = U / I. Bei Schaltungen mit hoher
Eingangsimpedanz ist die Stromstärke sehr klein und schwer zu
messen. Daher wählt man bei der Messung von hochohmigen
Schaltungen eine bessere Methode. Man legt einen Messwiderstand RV
in den Eingangsstromkreis. Zuerst misst man am Eingang des Geräts
am Punkt E die Wechselspannung U1, wenn der Messwiderstand RV = 0
Ohm ist. Dann misst man mit dem Vorwiderstand RV die Spannung U2.
Dann werden diese gefundenen Werte U1, RV und U2 in den obigen
Rechner eingegeben, um die Eingangsimpedanz zu berechnen. Man
suche sich einen geeigneten Mess-Widerstandswert RV. Für typisches
Audio-Equipment wird er im 10 bis 100 Kilo-Ohm Bereich liegen.

Man kann mit dem Digitalvoltmeter anstatt am Punkt E auch am Punkt A
messen, weil der Verstärker am Ausgang eine Spannung liefert, die
proportional zur Spannung an seinem Eingang ist.

Die Bedeutung von Eingangswiderstand und Ausgangswiderstand,
also der Impedanzen, bei der Anpassung in der Tontechnik −
Ri <<
Ra

Die Quelle und ihre Last
Die unterschiedlichen Namen für die beiden Impedanzen Ri und Ra
Die Größe der Impedanzen in der Tontechnik
Berechnung: Spannungsteiler (Potentiometer)
Berechnung: Anpassungsdämpfung und Dämpfungsfaktor
Verstärker, Lautsprecher und Ohm
Berechnung: Kabellänge, Kabelkapazität und Höhenverlust (Grenzfrequenz)
Spannungsverstärkung und Spannungsdämpfung
Anpassung in der Tonstudiotechnik - Spannungsanpassung
Über das richtige Anpassen von Lautsprechern
Geschichte der Spannungsanpassung
Das Märchen von der Leistungsanpassung
Brauchen wir Leistungsanpassung bei Lautsprechern?
Unnötige Leistungsanpassung bei Mikrofonanschluss
Fragen zur "Anpassung in der Tonstudiotechnik"
Antworten zur "Anpassung in der Tonstudiotechnik"
Fragen zu "Studioanpassung = Spannungsanpassung"
Antworten zu "Studioanpassung = Spannungsanpassung"
Fragen zur "Leistungs"-Anpassung bei Lautsprechern 1
Antworten zur "Leistungs"-Anpassung bei Lautsprechern 1
Fragen zur "Leistungs"-Anpassung bei Lautsprechern 2
Antworten zur "Leistungs"-Anpassung bei Lautsprechern 2

Größen der Impedanzen der analogen Studiotechnik
für die übliche Spannungsanpassung
Ri << Ra

Gerät Ausgangswiderstand
Ri
Eingangswiderstand
Ra
Mikrofon 35 Ω bis 200 Ω
Mikrofonvorverstärker 1 kΩ bis 2 kΩ
Endverstärker 0,01 Ω bis 0,1 Ω
Lautsprecher 2 Ω bis 16 Ω
Studiogerät (Mischpult) 40 Ω 10 kΩ bis 20 kΩ

Glücklicherweise gibt es keine Verstärker, die einen Ausgangs-
widerstand von 4-Ohm- oder 8-Ohm haben, damit sie an Laut-
sprecher mit genau diesen Werten passen.
Wir haben keine Leistungsanpassung, wir haben Spannungs-
anpassung, wobei der Endverstärker oft einen Ausgangs-
widerstand hat, der nur ein Hunderstel der Lautsprecherimpedanz
beträgt.
 
An Leistungsverstärkern für Musiker steht meistens am Ausgang
dran: 4 Ohm bis 8 Ohm − um dem Anwender mitzuteilen, dass nur
ein 4-Ohm- oder 8-Ohm-Lautsprecher zu verwenden sei und nicht,
um die "richtige" Ausgangsimpedanz anzugeben, die um 0,1 Ohm
liegt. Das ist jedoch nur selten den Anwendern bekannt.

zurück zurück Suchmaschine weiter Startseite start