Schallpegeländerung Dezibel 3 dB 6 dB 10 dB doppelt Watt Volt Amplitude - doppelte Lautstärke Lautheit Schall Lärm Formel Faktor doppelter Schalldruck doppelte Schallintensität - Logarithmus Lautheitsfunktion Schalldruck Druck Intensität Dezibel dB Pegel Änderung doppelt so laut Faktor Schallstärke Formel doppelte doppelter Verdopplung theoretisch objektiv subjektiv berechnen gemessen subjektiv empfunden Psychogröße Lärm Lärmpegel Physik Einheiten umrechnen - sengpielaudio
 
English version UK-flag - sengpielaudio D-flag - sengpielaudio
 
Umfrage: Ist 3 dB, 6 dB oder 10 dB Pegel (SPL) der doppelte Schalldruck?
 
Das ist keine Fangfrage. Hier wird nicht nach der subjektiv vom Gehör empfundenen Laut-
stärke gefragt und nicht wie sich Schallquellen addieren. SPL ist auch nicht ominös,
sondern ist die Abkürzung für das englische "Sound Pressure Level", was übersetzt einfach

Schalldruckpegel heißt. Der Begriff Lautsprecher und auch Verstärkerleistung ist mit der
obigen Umfrage deutlich nicht angesprochen. Es geht nur um objektiven Schalldruck.

Die Antwort ist eindeutig: Der doppelte Schalldruck ist als Pegel +6 dB.
Man sollte jetzt weiterlesen, wenn man hiermit nicht klarkommt und etwas mehr wissen will.
 
Schall (Musik) und Geräusch (Lärm)
 
Subjektiv empfundene Lautstärke (Lautheit),
objektiv gemessener
Schalldruck (Spannung) und
theoretisch berechnete
Schallintensität (Schallleistung)
 
Schallpegel-Abhängigkeit in dB und die entsprechenden Faktoren
 
Häufig geht es nicht um Musik sondern um Lärm oder Lärmpegel
 
Das ist nicht einfach zu verstehen: Da gibt es die "gefühlte" Lautstärke
und den künstlichen Begriff Lautheit und die an einem Mikrofon zu messende
Audio-Spannung mit dem dazu proportionalen Schalldruck und der zu
errechnenden Schallintensität bzw. der Schallleistung.

Wieviel dB ist denn zweimal (doppelt, halb) oder dreimal so lauter Schall?
Wie ist die Abhängigkeit vom Pegel oder wie ist die Pegelabhängigkeit in dB?

Ist mit dem üblichen Wort "Schallpegel" eigentlich der Lautstärkepegel, der Lautheitspegel, der Schalldruckpegel,
der damit proportionale Spannungspegel, der Schallintensitätspegel, der Schallleistungspegel oder gar der
A-bewertete oder der C-bewertete Schallpegel gemeint? Es geht hier um die Amplituden-Pegeldynamik.

Der Pegel (Dezibel) und die empfundene Änderung der Lautstärke
Der Mensch empfindet und beurteilt Schallereignisse nach: Einwirkungsdauer, spektraler
Zusammensetzung, zeitlicher Struktur, Schallpegel, Informationsgehalt und subjektiver Einstellung.

Schallpegeländerung und der Lautheitsfaktor

Gib einfach den Wert links oder rechts ein und benutze die TAB-Taste oder klicke
mit der Maus an eine leere Stelle auf der Seite, um die Lösung zu bekommen.
Der Rechner arbeitet in beiden Richtungen des Zeichens.
 
Pegeländerung Llaut (Psychogröße):
dB
 ↔  Faktor bei Lautstärke (Lautheit):
 fache Lautstärke
 
Pegeländerung Lp (Feldgröße):
dB
 ↔  Faktor bei Schalldruck (Spannung):
 facher Schalldruck
 
Pegeländerung LI (Energiegröße):
dB
 ↔  Faktor bei Schallintensität (Leistung):
 fache Schallintensität
Bei Dezimal-Eingabe ist der Punkt zu verwenden. Lautstärke ist nicht das gleiche wie Intensität! Aha!
Der Faktor ist in der Mathematik ein Teil eines Produkts. Ein Faktor gibt das x-fache einer Grundmenge an.
Die Amplitude der Schallwelle ist die Änderung des Schalldrucks, wenn die Welle vorbeizieht.

Faktor bei Lautstärke (Lautheit):
 fache Lautstärke
 ↔  Pegeländerung Llaut (Psychogröße):
dB
 
Faktor bei Schalldruck (Spannung):
 facher Schalldruck
 ↔  Pegeländerung Lp (Feldgröße):
dB
 
Faktor bei Schallintensität (Leistung):
 fache Schallintensität
 ↔  Pegeländerung LI (Energiegröße):
dB
"Lautstärke" kann nicht das gleiche sein wie "Intensität" und
"Schallintensität" ist nicht das gleiche wie "Schalldruck".
Halte die Begriffe Lautstärke, Schalldruck und (Schall)-Intensität
sorgfältig auseinander.

20 dB Pegeländerung sollen den Faktor 4 (vierfach) bei der empfundenen Lautstärke und Lautheit ergeben,
20 dB Pegeländerung ergeben den Faktor 10 bei der gemessenen Spannung und dem Schalldruck und
20 dB Pegeländerung ergeben den Faktor 100 bei der errechneten Schallleistung und der Schallintensität.
 
Eine Verdopplung der Lautstärke (Lautheit) soll bei der Pegeländerung von 10 dB empfunden werden.
Eine Verdopplung beim Schalldruck (Spannung) entspricht der gemessenen Pegeländerung von 6 dB.
Eine Verdopplung bei der Schallintensität (Schallleistung) entspricht der Pegeländerung von 3 dB.
 
  3 dB ist die zweifache Leistung (power) (Leistung bzw. Intensität - überwiegend berechnet)
  6 dB ist die zweifache Amplitude (Spannung bzw. Schalldruck - hauptsächlich gemessen)
10 dB ist die zweifache wahrgenommene Lautstärke (Psychoakustik - ungefähr empfunden)

 
Faktor-Verdopplung bedeutet:
beim Schalldruckpegel: +6 dB SPL
beim Leistungspegel: +3 dB
beim elektr. Spannungspegel: +6 dB
beim Lautstärkepegel: +10 dB
10 dB SPL Erhöhung bedeutet 10-fache Verstärkerleistung

 
 In den Newsgroups werden diese häufig unverstandenen Aussagen eher weniger korrekt erklärt.
Für Dezibel dB ist hier auch dBSPL oder dBA zu nehmen; dabei ist eine Pegeländerung immer in dB.
Die empfundene Lautstärke des Schalls hängt von mehreren Faktoren ab: Von der Amplitude, also
vom Schalldruckpegel, von der Frequenz, sowie vom Zeitverhalten des Schalls.
Eine typische Frage im Internet: "Sind 3 dB oder 6 dB die doppelte Lautstärke?"
Antwort: "Es sind weder 3 dB noch 6 dB − es sind eher 10 dB!"

Schallpegel-Vergleichstabelle und der Faktor

Die Schallpegelabhängigkeit und die dazugehörende Änderung des Faktors bei subjektiver
Lautstärke (Lautheit), objektivem Schalldruck (Spannung) und der Schallintensität (Leistung)

Wieviel Dezibel (dB) Pegeländerung ist zweimal, halb oder gar viermal so laut?
Wieviel dB erscheinen doppelt so laut zu sein (zweifach)? Hier sind die unterschiedlichen Faktoren.
Faktor bedeutet "das Wievielfache", also "wie oft" ... Verdopplung der Lautstärke.
 
Pegel-
Änderung
Lautstärke
Lautheit
Spannung
Schalldruck
Schallleistung
Schallintensität
+40 dB 16 100   10000
+30 dB   8    31,6 1000
+20 dB   4 10 100
+10 dB  2,0 = Verdopplung         3,16 = √10 10
  +6 dB   1,52 fach  2,0 = Verdopplung       4,0
  +3 dB   1,23 fach 1,414 fach = √2  2,0 = Verdopplung 
  - - - - ±0 dB - - - - - - - - 1,0 - - - - - - -  - - - - 1,0 - - - - - - -  - - - - 1,0 - - - - -
  −3 dB     0,816 fach     0,707 fach    0,5 = Halbierung
  −6 dB     0,660 fach    0,5 = Halbierung 0,25
−10 dB    0,5 = Halbierung 0,316 0,01
−20 dB           0,25 0,100 0,01
−30 dB           0,125   0,0316   0,001
−40 dB           0,0625   0,0100     0,0001
Log. Größe Psychogröße Feldgröße Energiegröße
dB-
Änderung
Lautstärke-
faktor
Amplituden-
faktor
Leistungs-
faktor
 
Faktor ÄnderungSchall-
lautheitspegel

Änderung Schall-
druckpegel

Änderung Schall-
leistungspegel
20 43,22 dB 26,02 dB 13,01 dB
15 39,07 dB 23,52 dB 11,76 dB
10 33,22 dB 20 dB     10 dB    
  5 23,22 dB 13,98 dB   6,99 dB
  4 20 dB     12,04 dB   6,02 dB
  3 15,58 dB   9,54 dB   4,77 dB
  2 10 dB      6,02 dB   3,01 dB
  1 0 dB    0 dB    0 dB  
1/2 = 0,5 −10 dB        −6,02 dB  −3,01 dB
     1/3 = 0,3333 −15,58 dB   −9,54 dB  −4,77 dB
  1/4 = 0,25 −20 dB       −12,04 dB    −6,02 dB
1/5 = 0,2 −23,22 dB   −13,98 dB    −6,99 dB
1/10 = 0,1   −33,22 dB   −20 dB        −10 dB     
   1/15 = 0,0667 −39,07 dB   −23,52 dB    −11,76 dB 
1/20 = 0,05  −43,22 dB   −26,02 dB    −13,01 dB 
 
Der Lautheits-Faktor 3 (dreimal so laut) ändert den Schall-Lautheitspegel um 15,58 dB.
Der Schalldruck-Faktor 3 (der dreifache Schalldruck) ändert den Schalldruckpegel um 9,54 dB.
Der Schallleistungs-Faktor 3 (dreifache Intensität) ändert den Schall-Leistungspegel um 4,77 dB.
 
Der Lautheits-Faktor 2 (zweimal so laut) ändert den Schall-Lautheitspegel um 10 dB.
Der Schalldruck-Faktor 2 (der zweifache Schalldruck) ändert den Schalldruckpegel um 6,02 dB.
Der Schallleistungs-Faktor 2 (zweifache Intensität) ändert den Schall-Leistungspegel um 3,01 dB.
 
Das Hören als akustische Wahrnehmung ist eine rein subjektive Erfahrung. Die Lautstärke oder
die Lautheit ist als gehörter Schall nur subjektiv zu empfinden. Sie
wird durch seine Amplitude
dargestellt, genauer durch die Schalldruckamplitude.
Das subjektiv empfundene Gefühl wird oft mit objektiven Schalldruckpegelmessungen in Dezibel
verwechselt. Mit Schallpegel meinen wir üblicherweise ein logarithmisches Verhältnis des
messbaren Schalldrucks.
Das Verhältnis der Einheit sone zu einem phon wurde so gewählt, dass eine Verdoppelung der
Zahl der sone dem menschlichen Ohr vorkommt, wie eine Verdopplung der Lautstärke, die auch
der Erhöhung des Schalldrucks um (+)10 dB, oder der Erhöhung des Schalldrucks um den Faktor
3,16 = Wurzel aus 10 entspricht.
  Lautstärke ist als musikalischer Parameter recht emotional besetzt und wird daher in der
ästhetischen Diskussion häufig konträr und missverständlich dargestellt. Lautstärke wird in einem
tiefsitzenden archaischen Sinn mit Größe und Macht assoziiert. Kritik an der Lautstärke von
Musik − vor allem von Musik aus Lautsprechern - kann daher ein unausgesprochenes
ästhetisches Urteil beinhalten: "Was mir gefällt, was ich respektiere, darf schon etwas lauter sein,
was ich nicht respektiere hat gefälligst leise und verhalten zu sein." Also: Weg mit dem Rap.   AnimatedLaughingSmiley

Lautstärke − Schalldruck − Intensität
und ihre Pegel in Dezibel (dB).

Unterschiedliche Weinsorten. Der mittlere Wein mundet weitaus am besten.
"Lautstärke" sollte nie mit "Intensität" verwechselt oder gleichgesetzt werden.

Lautstärke - Schalldruck - Intensität

Zusammenhang zwischen sone und phon (Psychoakustik)
Umrechnung der Schallgrößen (Pegel)
Summen-Pegelberechnung

Die oft unbekannten Formeln für den Pegel und den Faktor
Lautstärke-Formel - Druck-Formel - Intensitäts-Formel

Psychoakustik
Pegeländerung Lautstärke

Lautstärkepegel-Formel
     Faktor Lautstärke
Lauststärkefaktor-Formel
 
Feldgröße −
Pegeländerung Schalldruck

Schalldruckpegel-Formel
     Faktor Schalldruck
Schalldruckfaktor-Formel
 
Energiegröße −
Pegeländerung Schallintensität
Intensitätspegel-Formel
     Faktor Schallintensität
Intensitäts-Faktor Formel

log zur Basis 10 = log10 wird auch mit lg bezeichnet.
log zur Basis 2 = log2 wird auch ld = logarithmus dualis genannt.
Logarithmus zur Basis 2, auch Zweierlogarithmus, dyadischer oder binärer Logarithmus.

Eine typische Frage: Wieviel dB mehr sind denn die 3-fache subjektive Lautstärke?
Einige Menschen haben Probleme mit der Vorstellung von "doppelt so laut", oder "dreimal so laut".
Ich oute mich − ich gehöre auch dazu. Jedenfalls sagt uns die Lösung des obersten Rechners: 15,85 dB. Hm...
 
Die psychoakustischen Werte der Lautstärke (Lautheit) sind immer signal-, impuls- und frequenzabhängig.
Daher ist eine Aussage über diese gefühlte Empfindungsgröße mit einer gewissen Zurückhaltung zu betrachten.
 
Kurt Tucholsky schrieb: "Der eigene Hund macht keinen Lärm, er bellt
nur." In der Akustik geht es beim Schall überwiegend um Lärmbekämpfung.
Man spricht von der Lautstärke des Schalls oder dem Lautstärkepegel
in Phon oder der Lautheit in Sone. Die Wahrnehmung der Lautstärke
ist nicht proportional dem Schalldruck oder der Schallintensität. Das
Gehör ist nicht für alle Tonhöhen gleich empfindlich. Der definierte
Schallpegel entspricht deshalb nicht der empfundenen Lautstärke
eines Schalls. Eine grobe Annäherung an die menschliche
Wahrnehmung ist durch den Einsatz des A-Bewertungsfilters gegeben,
welches das Schallsignal in den verschiedenen Frequenzbereichen
gemäß der Empfindlichkeit des Gehörs aber nur bei niedrigen
Lautstärken etwas annähert. Für lautere Schallpegel als 40 dB nimmt
dieses A-Bewertungsfilter unkorrekt die tiefen Frequenzen zu stark
weg. Das ergibt angenehm niedrige Pegel-Werte.
Das Vertriebsmanagement findet das natürlich ausgesprochen gut.
Aha!

Merke: "Lautheit ist ein künstlicher Begriff (engl. loudness) aus der
Psychoakustik, dem in der Umgangssprache die Lautstärke entspricht".
Der Begriff Lautheit wurde erst 1936 von Stanley Smith Stevens mit dem
Fachbegriff "Sone" und loudness als "Lautheit" von den Psychoakustikern
bei uns eingeführt.
 
 
Der normale Mensch kennt nur Lautstärke und hat ein
etwas komisches Gefühl bei dem Wort Lautheit.

 

Dieser nicht auszuhaltende Satz wurde unter dem Begriff "Lautheit" von
einem ordentlichen Administrator aus Wikipedia beseitigt.
Darum steht dieser unerwünschte, also störende Satz jetzt unlöschbar hier.

Eine falsche Meinung: "Ein 43 dB lautes Geräusch, das etwa einer
normalen Unterhaltung entspricht, ist doppelt so laut wie ein Geräusch
von 40 dB."
Anstatt 40 dB muss es 33 dB heißen. Da von Lautstärke gesprochen wird,
ist hier der psychoakustische Pegelwert von etwa 10 dB als Verdopplung
der Lautstärke anzunehmen.
Eine richtige Meinung: Ein Geräusch mit dem gemessenen Schalldruck-
pegel von 40 dB und ein anderes Geräusch mit dem gemessenen Pegel
von 40 dB ergeben zusammen einen gemessenen Gesamt-Schalldruck-
pegel von 43 dB.
Anmerkung: Der Begriff der Verdopplung oder Halbierung einer Lautheit
ist zumindest recht schwammig. Wer weiß schon wirklich genau, wann ein
Ton halb so laut ist? Das entspricht dem unmöglich genauen Urteil wann
eine Tasse Kaffee halb so heiß empfunden wird. Darum sollte diese
theoretische Lehre mit etwas Zurückhaltung betrachtet werden. Die
Bewertung der "halben" Lautstärke gehört eben zur Psychoakustik.

         Auto-Freaks und "dB Drag Racing" Fans brauchen für ihre "Boxen":
Red Power Dot Die großen Leistungsformeln
         oder zeitgemäßer ausgedrückt "Die Mega Power-Formeln"  

Die psycho-akustische Lautstärke bzw. Lautheit ist eine subjektive Empfindungsgröße.

Ist 10 dB oder 6 dB Schallpegeländerung eine Verdopplung oder Halbierung der Lautstärke?
Über den Zusammenhang zwischen Schallpegel und Lautheit gibt es verschiedene Theorien. Weit
verbreitet ist immer noch die Theorie des Psychoakustik-Pioniers Stanley Smith Stevens, der angibt,
dass die doppelte oder die halbe Lautheitsempfindung einer Pegeldifferenz von 10 dB entspricht.
Neuere Untersuchungen von Richard M. Warren führen dagegen zu einer Pegeldifferenz von 6 dB. *)
Das heißt, dass doppelter Schalldruck einer doppelten Lautheit entspricht. Der Psychologe
John G. Neuhoff fand heraus, dass das Gehör für ansteigende Pegel empfindlicher ist als für abfallende
Pegel. Bei gleicher Pegeldifferenz ist die Lautheitsänderung von leise nach laut stärker als von laut nach
leise.
Die derzeitige Skala der Lautheit in sone stellt somit keine grundlegende Beziehung zwischen Reiz und
Empfindung dar.

*) Richard M. Warren, "Elimination of Biases in Loudness Judgments for Tones"
 
Hieraus folgt, dass die Bestimmung der doppelten Lautstärke (Lautheit) nicht wie bisher so
dogmatisch festgelegt werden sollte. Wirklichkeitsnäher ist die Angabe:
 
 
 Eine empfundene Verdopplung der Lautstärke entspricht 
 etwa einer Pegeländerung zwischen 6 dB und 10 dB.

 

Pegeldynamik (Amplitudendynamik) und
Spektraldynamik (Klangfarbendynamik)

Eine ebenso große Bedeutung wie die Pegeldynamik hat die Klangfarbendynamik, die
auch Spektraldynamik genannt wird. Die empfundene Lautstärke wird fast unabhängig
vom Amplituden-Pegel auch durch ein spezifisches Klangfarbenspektrum der von
Musikinstrumenten gespielten Dynamikstufen charakterisiert.

Eine recht gut gemachte Webseite zum Thema: "Schluss mit Lärm":
http://www.jwsl.de/bonus/sml/fakten/c2-20.php?mainlnk=mkap_c&sublnk=2&screen=20
Jedoch gehört die Gleichsetzung von Schalldruck und Leistung an den Pranger:

Schalldruck ist keine Leistung              Am Pranger

Die Frequenzbewertung dBA und dBC wird bei der Messung von Geräuschen verwendet. Hierbei
werden die Messgrößen durch ein bewertendes Filter gewichtet, das etwas den Frequenzgang des
menschlichen Gehörs berücksichtigen soll. Um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass das menschliche
Ohr Töne mit gleichem Schalldruck in unterschiedlichen Tonhöhen unterschiedlich laut empfindet, werden
so genannte Frequenzbewertungskurven wie beispielsweise die durch Filter bewerteten Pegel
dBA und dBC verwendet.

Ein weiteres schwieriges Thema ist:
Wie nimmt denn die Lautstärke (Lautheit) mit der Entfernung von einer Schallquelle ab?
Wie nimmt denn der Schalldruck (Spannung) mit der Entfernung von einer Schallquelle ab?
Wie nimmt die Schallintensität (nicht die Schallleistung) mit der Entfernung von einer Schallquelle ab?
Die Anfängerfrage dazu lautet ganz schlicht:
Wie nimmt denn der Schall mit der Entfernung ab?
 

Wenn bei einer Schalldruckpegelmessung der Abstand zur Schallquelle nicht angegeben
ist, dann ist das Messergebnis absolut sinnlos. Siehe z. B. "Schreiwettbewerb":

http://homepages.fh-regensburg.de/~scs39082/wettbewerbe/schreiwettbewerb.html
Merke: Je näher, umso lauter, umso mehr Pegel. Klar? Enfernungsangabe fehlt.
Hätte man ohne A-Filter gemessen, dann wäre der Pegelwert noch höher gewesen.

Subjektiv empfundene Eigenschaften des Schalls

Regenbogenlinie

Addieren von gleichstarken inkohärenten Schallsignalen

Gleiche Schallquellen
Pegelzunahme Δ L bei
n gleichlauten Schallquellen
Anzahl n gleich lauter Schallquellen

Pegelzunahme
Δ L in dB

1 0
2 3,0
3 4,8
4 6,0
5 7,0
6 7,8
7 8,5
8 9,0
9 9,5
10 10,0
12 10,8
16 12,0
20 13,0

Mehrere gleich starke Schallquellen erzeugen an einem bestimmten Ort einen Schalldruck,
bzw. einen Schalldruckpegel. Bei der Addition solcher inkohärenter Quellen vereinfacht
sich die Gleichung zur Berechnung des Summenschalldruckpegels wie folgt:
 
Formel Summe gleicher Quellen 1

Formel Summe gleicher Quellen 2

Formeln: Δ L = 10 log n  oder  n = 10Δ L / 10
Δ L = Pegelzunahme; n = Anzahl der gleichlauten Schallquellen.

Für n = 2 gleich starke, inkohärente Schallquellen ergibt sich eine Pegelzunahme von
10 · log10 2 = +3,01 dB gegenüber dem Fall, dass nur eine Quelle vorhanden ist.

Für n = 4 gleich starke, inkohärente Schallquellen ergibt sich eine Pegelzunahme von
10 · log10 4 = +6,02 dB gegenüber dem Fall, dass nur eine Quelle vorhanden ist.

Pegelzunahme bei gleichstarken inkohärenten Schallquellen

Gib einfach den Wert links oder rechts ein und benutze die TAB-Taste oder klicke
mit der Maus an eine leere Stelle auf der Seite, um die Lösung zu bekommen.
Der Rechner arbeitet in beiden Richtungen desZeichens.

 
Anzahl der Schallquellen n:
 
 ↔  Pegelzunahme Δ L:
dB
Formula1   Formula2
 
Der Gesamtpegel in dB ergibt sich aus dem Pegel einer Schallquelle,
zu dem die Pegelzunahme (der Pegelzuwachs) in dB linear addiert wird.

Abnahme des Schalls mit der Entfernung

Für eine Kugelwelle als Schallquelle gilt:
Der Schalldruckpegel nimmt bei Verdopplung des Abstands um (−)6 dB ab,
fällt also auf das 1/2-fache (50 %) des Schalldruckanfangswerts.
Der Schalldruck nimmt dabei im Verhältnis 1/r zum Abstand ab.
 
Der Schallintensitätspegel nimmt bei Verdopplung des Abstands auch um (−)6 dB ab,
fällt aber auf das 1/4-fache (25 %) des Schallintensitätsanfangswerts.
Die Schallintensität nimmt dabei im Verhältnis 1/r2 zum Abstand ab.
 
Der Lautstärkepegel nimmt bei Verdopplung des Abstands auch um (−)6 dB ab,
fällt daher auf das 0,66-fache (66 %) des empfundenen Lautheitsanfangswerts.
Die Lautheit nimmt dabei im Verhältnis 1/(20,6r) = 1/(1,516 r) zum Abstand ab.

Schalldruck und Schallleistung – Wirkung und Ursache

[Zum Seitenanfang]

zurück zurück Suchmaschine weiter Startseite start